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KUNSTTHERAPIE - ALLGEMEIN

Ansatz
Prozess
Ziel
Gesundheit

Kontakt Markus Seehofer

 

Ansatz


In der Kunsttherapie steht die kreative und schöpferische Ausdrucks- und Gestaltungskraft, die jeden Menschen wesentlich ausmacht, im Zentrum der therapeutischen Begleitung. Inneres wird sinnlich konkret ausgestaltet, wahrgenommen und bearbeitet. Es wird emotional und körperlich erfahrbar, kommunizierbar und aus sich selbst heraus veränderbar.

KunsttherapeutInnen unterstützen den Menschen in seiner grundlegenden Ausdrucks- und Gestaltungsfähigkeit, in der die Ressourcen zur Transformation von erlebten Störungen liegen. Durch die Aktivierung des Menschen in seiner leiblichen, seelischen und geistigen Ganzheit wird die Rehabilitation und Wiederherstellung des kreativen, schöpferischen Vermögens zur Lebensgestaltung bewirkt. Dabei geht es nicht um die künstlerische Qualität des Produkts. Kunst meint vielmehr den Weg der Übung, das eigene Leben aus sich selbst heraus bewusst zu gestalten. An seinen eigenen Gestaltungen bekommt der Mensch ein aktives Übungsfeld, um neue Umgangsmöglichkeiten mit sich selbst und der Welt zu entwickeln, woraus sich neue Perspektiven in Bezug auf eine schöpferische Lebensgestaltung ergeben.

Die Beziehung zwischen TherapeutInnen und KlientInnen unterscheidet sich von anderen Therapien in der Form, dass die Gestaltung als wesentliches Element hinzukommt. Über die sinnliche Gestaltung eröffnet die Beziehung in ganz besonderer Weise die Möglichkeit zum Ausdruck und zur Kommunikation und eröffnet zusätzlich die Möglichkeit, nonverbal in Beziehung zu treten. Ihrem salutogenen Ansatz, d. h. die Erhaltung und Unterstützung der individuellen Gesundheit entsprechend, kann die Kunsttherapie als eigenständiges therapeutisches Verfahren oder im Zusammenhang mit anderen Therapieansätzen angewendet werden.

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Prozess



Kunsttherapie ist eine bewusste und erfahrene Begleitung im Krankheits- und Gesundheitskontinuum.
Es handelt sich um einen schöpferischen Prozess, der sich zwischen dem Klienten, seinem Werk und dem Kunsttherapeuten als Wechselbeziehung entwickelt. Neben der Ausübung rein technischer Fähigkeiten im Umgang mit dem Material kommt dabei ein feinsinniges Aktivsein des ganzen Menschen in Betracht. Am konkreten eigenen Gestaltungsprozess wird die Wahrnehmung, die zugleich Selbstwahrnehmung ist, sensibilisiert.

Mit dem Gestaltungswillen des Klienten werden in ihm biographische emotionale, mentale und kausale Ressourcen mobilisiert. Durch sein entstehendes Werk kann er sich ein Stück weit selbst ausdrücken. Daran werden seine eigenen Fähigkeit und Grenzen unmittelbare Erfahrung.
Der Kunsttherapeut begleitet diesen kunsttherapeutischen Prozess mit innerem Verständnis, Hinweisen und Ermunterung zur Transformation (verbal oder nonverbal). Die künstlerisch therapeutische Arbeit steht in engem biographischen Zusammenhang. Was im kunsttherapeutischen Prozess bewegt und transformiert werden kann hat einen tiefgreifenden Rückkoppelungseffekt auf das Befinden des Menschen innerhalb seines Umfeldes.

Entwickelt wird dabei die Fähigkeit des Klienten, auch bei veränderten Anforderungen, ein gesundes Gleichgewicht erhalten bzw. zurückgewinnen zu können.

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Ziel



Durch Wahrnehmungs- und Gestaltungsprozesse, kreative und künstlerische Interaktionen, Auseinandersetzung mit den sinnlichen Eigenschaften und den Wirkungen von Gestaltungsmaterialien werden authentische Ressourcen hin zur Wiederherstellung, Förderung und Erhaltung der potentiellen Anlagen, Fähigkeiten und Ziele von kreativer Lebensgestaltung bis zu künstlerischer Ausrichtung aktiviert.

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Gesundheit



Kunsttherapie begreift Gesundheit als erlernbare, aktive Fähigkeit eines sich entwickelnden Menschen.
Gesundheits- und auch Krankheitsentwicklung haben mit den spezifischen Kommunikationsmittel, Beziehungen oder Methoden zu tun, die ein Mensch einer sich verändernden Umwelt auszubilden vermag. Heilung bedeutet Selbstregulation aus einem Zustand der gestörten in einen der ungestörten Regulation.

Krankheit, Störung oder Leiden sind nicht der primäre Ansatzpunkt der Kunsttherapie. Sie werden vielmehr als Schritte auf einem Weg verstanden, der noch ausbaufähig ist. So können Krankheitssymptome selbst oft sichtbare Zeichen einer vom Organismus angestrebten Selbstheilung sein, deren individuelles Ziel verstanden werden will. Krankheit, Störung oder Leiden werden als Äußerung der Selbstregulation verstanden. Krankheit ist Heilung insofern, als die Krankheitssymptome die sichtbaren Zeichen der vom Organismus angestrengten regulativen Selbstheilung darstellen. Symptome sind Fragen, die nach einer schöpferischen Antwort verlangen.

Der künstlerische Prozess ist letztlich nichts anderes als ein intimes Selbstgespräch, in welchem der Klient seine ganz eigenen Lebensfragen und -antworten erst einmal zu formulieren beginnt. Sie bieten eine Entwicklung an, die nun Selbstregulierung aktiviert und werden nicht als Maßnahmen gegen Störungen eingesetzt. Im kunsttherapeutischen Prozessverlauf werden destruktiv erlebte Erfahrungen und Kräfte ausgedrückt und die Wirkkräfte der künstlerischen Medien werden als konstruktive Lebenskräfte wieder erkannt.

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